Titel: Lebenslanges Lernen. Eine Person schaut auf ein Smartpone

Lebenslanges Lernen

27.09.2021 | Das Leben stellt uns Menschen regelmäßig vor neue Herausforderungen. Deshalb ist lebenslanges Lernen unabdingbar. Das wussten schon die alten Griechen. Der Philosoph Sokrates soll gesagt haben: „Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen“. Doch was bedeutet lebenslanges Lernen eigentlich? In unserem Blogartikel klären wir dich über dieses Bildungskonzept auf und zeigen dir, wie du tägliches Lernen mit Spaß und Freude in deinen Alltag integrieren kannst.

I think the most important thing that I have learned is that there’s more to learn. That we should all be hungry for a lifetime. (Bill Clinton 2014)

– Ich denke, das Wichtigste, was ich gelernt habe, ist, dass es mehr zu lernen gibt. Dass wir alle ein Leben lang hungrig bleiben sollten. (Bill Clinton 2014)

Ein nachhaltiges Bildungskonzept

Lebenslanges Lernen – auch lebensbegleitendes Lernen – ist nicht nur ein gut gemeinter Rat. Es ist auch ein Bildungskonzept, das seine Wurzeln in den 1970er Jahren hat. Als es den Ostmächten 1957 gelungen war, einen bemannten und erfolgreichen Weltraumflug zu starten, kam es in Deutschland und den USA zu einem „Bildungsschock“ (auch „Sputnik-Schock“). 

Mit dem Prinzip des lebenslangen Lernens (lifelong education) sollte dem Wissensdefizit entgegengetreten werden. Bildung brachte und bringt noch heute einen klaren Wettbewerbsvorteil, denn: Wer viel weiß, kann dieses Wissen in unterschiedlichsten Situationen anwenden und weiterentwickeln. Sei es im Beruf, bei der Kindererziehung oder in der Freizeit. Nimmt das Wissen zu, steigt gleichzeitig die Kompetenz. 

Lebenslanges Lernen ist allerdings nicht wörtlich gemeint. Es bezieht sich also nicht darauf, dass wir von der Geburt bis zu unserem Tod durchweg lernen. Stattdessen steht es als Konzept synonym für Erwachsenenbildung, also das Lernen nach der Schulausbildung.

Erwachsene & lebenslanges Lernen 

Nach der Schule endet das Lernen noch lange nicht. Ständig müssen neue Inhalte erlernt und gemeistert werden. Doch mit stundenlangem Auswendiglernen, Tests und Klausuren hat das nicht mehr viel zu tun. Wenn du neue Rezepte ausprobierst oder deine erste Steuererklärung machst, setzt du dich nämlich mit neuen Inhalten auseinander und erweiterst so dein Wissen und deine Fähigkeiten. 

Im Jahr 2007 veröffentlichte die Europäische Gemeinschaft einen Aktionsplan zur Umsetzung des lebenslangen Lernens als ein „europäisches Konzept“:

„Allgemeines Ziel des Aktionsplans ist die Umsetzung der fünf Schlüsselbotschaften der Mitteilung „Man lernt nie aus“: Zugangsschranken beseitigen; Qualität und Effizienz des Sektors steigern; Anerkennung und Validierung beschleunigen; ausreichende Investitionen sicherstellen; den Sektor überwachen.“ (Europäische Gemeinschaft, 2009) 

Die Erwachsenenbildung ist allerdings mehr als das. Sie ist ein Teilgebiet des lebenslangen Lernens und ein wichtiges gesellschaftliches Thema geworden.

Nicht umsonst finden sich in vielen Städten und Ländern Volkshochschulen bzw. Community Colleges mit facettenreichen Kursangeboten. Sprachkurse, Vorträge, Computerkurse: Volkshochschulen setzen sich zum Ziel, der breiten Bevölkerung die Möglichkeit zu bieten, sich jederzeit und möglichst barrierefrei weiterzubilden.

Auch die Industrie- und Handelskammern in Deutschland bieten zertifizierte Lehrgänge an. Sie orientieren sich dabei an den individuellen beruflichen Fähigkeiten. Damit diese kostenpflichtigen Weiterbildungskurse nicht zulasten der Lernenden fallen, gibt es viele Fördermöglichkeiten. Zum Beispiel kannst du Aufstiegs-BAföG beantragen oder die Kosten für einen IHK-Kurs von der Steuer absetzen.

Lebenslanges Lernen im Alltag 

Mit ein paar einfachen Kniffen lässt sich lebenslanges Lernen einfach in (fast) jeden Alltag integrieren. Zunächst solltest du dir darüber im Klaren sein, was genau dich interessiert. Danach kannst du die Art der Weiterbildung festlegen. Denn nur mit Interesse und Spaß am Lernen ist eine nachhaltige Wissenserweiterung möglich.

  • Neue Fähigkeiten erlernen 

Nicht jede neue Fähigkeit muss mit deiner beruflichen Qualifikation zusammenhängen. Du kannst deine Interessen auch in ein neues Hobby umwandeln. Mit etwas Geduld kannst du nähen, stricken, malen oder kochen lernen. Auch solche Fähigkeiten tragen zu deinem Kompetenz-Portfolio bei. 

  • Neue Sportarten ausprobieren 

Schon die alten Römer wussten, dass ein gesunder Geist in einem gesunden Körper lebt. Es muss aber nicht gleich ein Hot-Yoga-Kurs für Fortgeschrittene sein. Allgemein hält dich Sport im Alltag fit und gesund. Er kann dir sogar dabei helfen, deine Gedanken zu fokussieren. Wichtig ist, dass du Spaß am Sport hast und dir die Aktivität nicht zur Last fällt. 

  • Online- und Abendkurse nutzen 

In einem Abendkurs an einer Volkshochschule oder Universität kannst du dich neben dem Beruf weiterbilden. Das geht auch ohne Abitur. Außerdem bieten viele Veranstalter zeit- und ortsunabhängige Onlinekurse an. So kannst du das Lernen ganz nach deinem persönlichen Rhythmus gestalten. 

  • Bücher – der Klassiker 

Ein „gutes Buch“ zu lesen, hilft dir ebenfalls, dich weiterzuentwickeln. Ob es nun ein Ratgeber ist, eine Biografie oder ein Fachbuch: Du lernst auf jeden Fall etwas Neues. Selbst Romane dienen nicht nur der Unterhaltung. Je mehr du liest, desto mehr Wörter prägst du dir ein. So kann sich indirekt deine Grammatik verbessern und dein Wortschatz vergrößern. 

  • Digitales Lernen 

Das Internet ist mit Informationen regelrecht überflutet. Damit du nicht den Überblick verlierst, solltest du dich zuerst fragen, was genau du lernen und wissen möchtest. Je präziser deine Suchanfrage ist, desto besser wird das Suchergebnis sein. Für das Smartphone gibt es zudem viele Wissens-Apps.

Lernen mit der My Daily Input-App

Frau mit Smartphone in der Hand

Foto @ pixabay.com

Mit unserer kostenfreien Lern-App haben wir uns auf Allgemeinwissen aus den verschiedensten Themenbereichen spezialisiert. So kannst du zum einen Grundlagen aus der Schulzeit wiederholen und zum anderen neues Basiswissen aufbauen, indem du neue Themen entdeckst. Schließe potenzielle Wissenslücken, stille deine Neugierde und finde heraus, welche Themen dich richtig begeistern.

Weit über 100 Themen in Deutsch und Englisch sowie zahlreiche Quiz warten schon in unserer kostenlosen App auf dich. Unter dem Stichwort My Daily Input findest du die Lern-App sowohl im Google Play Store (Android) als auch im Apple App Store für das (iOS). Mit uns lernst du mithilfe täglicher Wissenshappen Stück für Stück; und zwar nicht nur theoretisches Wissen. Du kannst auch Benimmregeln, Workouts oder verschiedene Alltags-Tipps & Tricks entdecken. 

Unsere Themensammlung bietet dir einen aktuellen Überblick über all unsere Themen. Weitere Informationen haben wir außerdem in unserem FAQ für dich zusammengestellt. 

Wir sind überzeugt, dass lebenslanges Lernen nicht nur das eigene Leben bereichert, sondern dass die damit verbundene Neugierde und Offenheit für Neues sich auch positiv auf das direkte Umfeld auswirkt. Wenn wir uns als Menschen, die Eltern, Kinder, Freunde und Kollegen sind, eingestehen, dass man wie Sokrates „nichts weiß“, ist das der erste Schritt, um ein aufgeschlossenes Miteinander zu leben. Auch dafür hoffen wir, mit My Daily Input einen Beitrag zu leisten.“ (Tim Kauermann, 2021, Gründer von My Daily Input)

Wir haben das Ziel, wirklich jedem einen einfachen Zugang zu mehr Wissen zu ermöglichen. Wir möchten dir zeigen, dass lebenslanges Lernen richtig Spaß machen kann. Deshalb arbeiten wir in deinem Team. Wir hoffen, dass das Lernen so Stück für Stück bald auch ein Teil deiner täglichen Routine sein wird.

Text: Lisa Kollien